7% auf alles (außer auf digitale Presse in den Appstores)

Apple kassiert zu viel Mehrwertsteuer Jahrelang haben die deutschen Presseverbände (wie auch die Buchverlage, wie auch viele Kollegen im EU-Ausland) dafür gekämpft, dass auf digitale Presse der gleiche, ermäßigte Mehrwertsteuersatz angewendet wird, wie auf gedruckte Presse. Ende 2020 war es in Deutschland endlich soweit. Mit seiner Veröffentlichung am 17. Dezember 2019 trat das "Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" in Kraft. Seitdem müssen Verlage und Digitalvertriebsplattformen von jedem Paid Content-Umsatz-Euro nicht mehr 19 Cent an den Staat abführen, sondern nur noch 7 Cent. Weil unseres Wissens niemand deswegen seine Preise nach unten angepasst hat, verdienen die deutschen Verlage seitdem 12 Cent pro Euro mehr mit ihren digitalen Bezahlangeboten [tatsächlich wissen wir selbst europaweit nur vom spanischen Digitalzeitungsangebot El Confidencial, dass es die Steuerermäßigung in Form eines niedrigeren Preises an die Leser weiter gegeben hat]. Bei über 500Mio€ Jahresumsatz mit Paid Content sollte das allein in Deutschland einem branchenweiten Windfall-Profit von gut 60Mio€ entsprechen. In anderen Ländern der EU sieht es ähnlich aus. Österreichische Verlage müssen seit 1. Januar 2020 nur 10% statt vorher
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