Blick zurück in die Zukunft: pvd-Paywallbenchmarks

Wenn zwei Zeitungen in ihrem Kundenbestand gleich viele Digitalabos zählen, dann ist lange noch nicht ausgemacht, dass beide Titel über einen vergleichbaren Erfolg im digitalen Vertrieb sprechen können. Denn wenn zum Beispiel die Mittelbayerische Zeitung der IVW zuletzt knapp 13.000 täglich verkaufte digitale Nutzungsrechte gemeldet hat, dann liegt sie bei dieser Kennzahl zwar gleichauf mit der Passauer Neuen Presse. Berücksichtigt man aber, dass die Mittelbayerische Zeitung als verkaufte Auflage 'nur' 92.000 Exemplare meldet, während die Passauer Neue Presse auf beinahe 150.000 kommt, dann liegt doch die Einschätzung nahe, dass relativ zum Potenzial des jeweiligen Marktes die 12.000 Abos aus Regensburg einen relativ größeren Erfolg darstellen als die gleiche Menge digitaler Nutzungsrechte aus der Region Passau. Man kann argumentieren, dass die verkaufte Auflage nicht viel zu tun hat mit der Menge der Online-Abonnenten. Wir würden dagegenhalten. Denn Zeitungen haben über Jahr-zehnte daran gearbeitet, ihre Leserschaftspotenziale bestmöglich auszuschöpfen. Das maximale Paid Content-Potenzial dürfte in einem sinnvoll betrachtbaren Verhältnis zur Leserschaft der Printzeitungen stehen und damit auch zur Menge der verkauften Exemplare. Die 20 deutschen und österreichischen Titel, die ihre Paid Content-Ergebnisse an

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