Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, derzeit prüft das Bundeskartellamt, ob Google eine überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb hat. Der juristische Laie und Internetnutzer denkt sich: was gibt es denn da zu prüfen? Google gab mir sogar ganz persönlich zu verstehen, dass es sich für unangreifbar hält. Auf meine Nachfrage, wie es den anhaltenden Verstoß gegen das deutsche Steuerrecht (geltendes Recht, nicht etwa eine noch zu beschließende Mindestbesteuerung!) begründet, ließ mir der Konzern eine gendergerecht aufbereitete aber wahrheitswidrige Leugnung des Umstands zukommen (S.28). Vor einigen Wochen habe ich Daten (überwiegend) aus den USA vorgestellt. Danach sollen 40%-50% aller bezahlenden Abonnenten inaktiv und damit stark kündigungsgefährdet sein. Die Hälfte bezahlt und nutzt nicht? Ich habe mich bei Plenigo, dem stark wachsenden deutschen Paywall- und CRM-Technik-Anbieter, erkundigt, wie das bei den über seine Systeme verwalteten Kunden aussieht (S.21). Kündigungen und Churn sind im Nach-Boom-Jahr das ganz große Thema aller Abo-Anbieter. Im großen Puzzle-Spiel 'Churn-Analyse' habe ich ein kleines neues Steinchen entdeckt. Womöglich gilt: je häufiger eine Zeitung erscheint, desto geringer fällt der Churn aus (S.23). Das wäre natürlich besonders für die Tagestitel eine
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