Flatrates allein ‚retten‘ nicht einmal die Musikindustrie

Flatratevertrieb neue alte Frage in der Musikindustrie: sollten Musiker mehr an Spotify verdienen? Mark Mulligan, als Chef der spezialisierten Analysefirma MIDiA Research einer der kompetentesten Beobachter der Musikindustrie, berichtet von heftigen, durch die Corona-Krise neu entflammten Branchendiskussionen. Es geht um die alte, durch starkes Wachstum zuletzt in den Hintergrund gedrängte Frage, ob die Ausschüttungen von Spotify&Co sowie die Verteilung dieser Erlöse zwischen Spotify, Musikverlagen und Künstlern nicht massiv zugunsten letzterer verändert werden müssten. Branchenanalyst zeigt: das würde gegen Corona-Folgen kaum helfen Flatrate-Umsätze sind zwar längst auf hohem Niveau wachsend aber trotzdem nur ein Zubrot, 'Werbung, mit der man auch noch Geld verdient' Ohne Konzerte ist das Ökosystem Musik nicht tragfähig Kurz gesagt lautet seine Antwort 'nein'. Seine Begründung: das würde nur wenig bringen aber viel riskieren. Dass es wenig bringen würde, verdeutlicht er an einer Szenario-Kalkulation. Selbst wenn die Verteilung der Gelder zugunsten der Künstler deutlich verändert würde, und wenn außerdem der Preis der Spotify-Flatrate um 25% stiege, würde das nur einen geringen Teil der Corona-bedingten Verluste der Musiker ausgleichen. Das liegt daran, dass die Erlöse aus den Musikflatrates zwar
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