Google klaut Verlagen über 10% ihrer In-App-Umsätze. Apple auch, zahlt aber zurück. Wenn man danach fragt!

Seit Ende 2019 können Presseverlage in Deutschland von jedem Paid Content-Euro 12 Cent mehr für sich behalten als vorher. Denn seitdem gilt auch für digitale Presse der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% statt 19%. Das sind bei über 750Mio€ Umsatz mit Paid Content immerhin über 80Mio€, mit denen der Staat digitale Presse in diesem Jahr fördert, indem er sie von der entsprechenden Steuerlast befreit. Praktisch alle anderen EU-Staaten und auch die Schweiz haben Ihr Steuerrecht ähnlich geregelt – oft schon länger als Deutschland. Von jedem Euro 12 Cent mehr für die Verlage? Nicht von jedem Euro! Denn wenn die Leser diesen Euro in den Appstores von Apple und Google bezahlen, dann berechnen die beiden Großkonzerne darauf den regulären Mehrwertsteuersatz von 19% und schmälern damit den Nettoerlös der Verlage unnötig. Das machen sie vermutlich nicht, um ihre eigenen Taschen zu füllen. Das machen sie, weil ihre superschlanken, prozessoptimierten Digitalkioske nur einen Mehrwertsteuersatz kennen. Weil die meisten digitalen Produkte, die dort verkauft werden, keine förderungswürdigen digitalen Zeitungen und Zeitschriften sind, sondern Waffen&Individualisierungsoptionen für Onlinespieler, Mitgliedschaften in Partnerbörsen, Musik- oder Videoflatrates, verwenden Apple und
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