Werbung als Paid Content

Einige prominente Digitalmedien haben in der jüngeren Vergangenheit Werbefrei-Abos gelauncht Damit kann man jetzt zum Beispiel beim Spiegel, bei der Zeit, bei Tamedia oder beim Standard gegen einen überschaubaren Aufpreis die Webinhalte weitgehend ohne Werbeeinblendungen lesen. Wir sind gespannt, wie sich diese Angebote bewähren werden. Das Verhältnis von Werbung und Lesermarkt ist komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint. Historisch gesehen haben Zeitungen sowohl Phasen erlebt, in denen sie mit Werbung viel mehr Geld verdient haben als mit dem Vertrieb. Es gab aber, und das gilt nicht nur für die allerersten Zeitungen, auch Phasen, in denen Zeitungen fast ausschließlich vom Lesermarkt gelebt haben. Womöglich nähern wir uns einer solchen Phase gerade wieder einmal an. Was es auch gab und woran sich jüngere Menschen gar nicht mehr erinnern: Leser, die eine Zeitung überhaupt nur wegen Werbung gekauft haben. Sei es die FAZ gewesen, die man früher wegen ihrer Stellenanzeigen für Managementpositionen erworben hat oder die lokale Zeitung eines neuen Wohnorts, in der man nach Unterkünften fahnden wollte. Es gab sogar Printprodukte in den Regalen der Einzelhändler, die ausschließlich aus Kleinanzeigen
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