Hic sunt dragones

'Hier gibt es Drachen' (oder auch: hic sunt leones – hier gibt es Löwen). So wurden in der frühen Neuzeit auf Landkarten und Globen Regionen beschriftet, von denen man nur wenig, vielleicht sogar nichts, in jedem Fall aber nichts Gutes zu sagen wusste. Im Internet beschreiten auch wir immer wieder Neuland. Würden wir das so kartieren, wie unsere Vorfahren ihr Neuland beschriftet hatten, dann würde dort oft stehen: hic est aurum. Hier gibt es Gold. Es gibt eine hohe Bereitschaft, neue digitale Technologien frühzeitig äußerst erwartungsvoll willkommen zu heißen. In aller Regel sind Vorhersagen zur Digitalisierung optimistisch (solange man nicht das Feuilleton liest). Hic est aurum ist derzeit zum Beispiel oft die nicht lesbare Überschrift über allen Fach- und Wirtschaftsartikeln, die mit dem Thema Blockchain zu tun haben. Freilich gibt es auch den gegenteiligen Fall. Und das nicht nur bei Feuilletonisten. Dragones, Drachen bzw. üble Absichten aller Art, vermutet die Netzgemeinde zum Beispiel gerne bei Google. Auch Verlage positionieren sich regelmäßig Google-kritisch. Dabei "bemüht sich Google mit viel Energie um das Wohlergehen der Verlage" sagt … nicht Google, sondern Laterpay-Gründer
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