The Correspondent tut sich schwer

Vor einem Jahr, im Oktober 2019, launchte die englische Ausgabe von De Correspondent (als thecorrespondent.com). Das holländische Paid Content-Angebot war in den Jahren davor einer der Stars am internationalen digital only Paid Content-Himmel. 2013 gegründet, werbefrei nutzerfinanziert und auf dieser Basis tragfähig war De Correspondent das Rollen-Vorbild für etliche weitere Journalismus-Startups (Zetland, Die Republik, Krautreporter...). Die Ansprache der Bezahler als 'Mitglieder', die Einbindung der Leser in die journalistische Arbeit, Werbefreiheit, wenige tief recherchierte lange Texte statt tagesaktueller Meldungen, der Gestus, einen "kaputten" Journalismus reparieren zu wollen – alles das sind mittlerweile vielfach kopierte Merkmale und nicht selten gelangen damit (überschaubar große) nationale Erfolge. Startfinanzierung über 50.000 Crowdfunder, die >3Mio$ vorgeschossen haben Der Start des englischsprachigen Angebotes von The Correspondent, das explizit das Ziel verfolgte, nicht nur für ein Land, sondern für eine weltweite englischsprachige Zielgruppe zu publizieren, wurde von Medienbeobachtern mit großer Spannung verfolgt. Die Startfinanzierung erfolgte – auch das genretypisch – mit einem Crowdfunding, bei dem gut 50.000 'Mitglieder' aus 130 Ländern über 3Mio$ vorfinanzierten. Im Unterschied zum holländischen Vorbild berechnete The Correspondent dabei keinen fixen Preis, sondern die
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