Wer finanziert den Pressevertrieb wirklich?

Die Ausgangslage: umsatzstarke Titel reklamieren eine Sonderrolle Die Bild-Zeitung und die umsatzstarken (meistens wöchentlich oder 14-täglich erscheinenden) Zeitschriften sehen sich als das Rückgrat des Vertriebssystems. So reklamierte Bauer-Vertriebschef Heribert Bertram im Interview mit Horizont zu Beginn der letzten Spannenverhandlungen für seinen Verlag und dessen umsatzstarke Titel, dass man eine wichtige Stütze des deutschen Pressesystems sei und darum "heute wieder satisfaktionsfähig". Beinahe gleichzeitig forderte Burda-Vorstand Philipp Welte für die umsatzstärksten Magazine "bessere Konditionen (zu) bekommen als die kleinen Trittbrettfahrer". Gemeint waren Zeitschriften, die selten erscheinen, die insgesamt geringe Umsätze erzielen, und die nicht selten als Belastung für das Vertriebssystem dargestellt werden. Ist das eigentlich gerechtfertigt? Für eine Antwort auf diese Frage wäre zunächst einmal zu klären, was mit 'das Pressevertriebssystem' gemeint sein soll. Pressespezifisch sind einerseits die Privilegien des Pressevertriebs (z.B. Preisbindung, Dispositionsrecht der Verlage usw). Andererseits sind es die aus diesen Regelungen folgenden Besonderheiten in den beiden Handelsstufen Groß- und Einzelhandel. Diese beiden Stufen sind es, die be- oder entlastet werden können. Denn dort fallen Belastungen (=Kosten) an und nur diese Stufen können entlastet werden. Das Abonnement als großer Vertriebsweg
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