Wer finanziert den Grossovertrieb wirklich?

Behauptung: umsatzstarke Titel sind die Stützen des Vertriebssystems Stimmt das eigentlich? In der März-Ausgabe hatten wir uns der Frage gewidmet, ob es eigentlich stimmt, dass umsatzstarke Titel die zentralen Stützen für 'das Vertriebssystem' sind. Wir haben dazu die Kosten des Einzelhandels den Roherträgen gegenübergestellt. Dabei ergab sich ein klares Bild: Umsatzstärke allein ist kein Indikator für eine Zeitschrift, die das Vertriebssystem stützt. Häufig erscheinende Zeitschriften mit kleinen Copypreisen dürften unter dem Strich für einen Pressehändler mehr Kosten verursachen als sie Erträge erwirtschaften. Das liegt vor allem an den Personalkosten. Bei den Kosten für die Regalfläche schneiden umsatzstarke Titel gleich welcher Erscheinungsweise und zu welchen Preisen sie verkauft werden zwar aus Sicht des Einzelhändlers deutlich besser ab. Aber dafür spielt diese Kostenart im Konzert der Gesamtkosten keine große Rolle. pvd #3/2020: für den Einzelhandel stimmt es nicht Mit Blick auf den Deckungsbeitrag kann man festhalten: nicht allein umsatzstarke, sondern umsatzstarke Titel, die zu angemessenen Preisen verkauft werden und die möglichst nicht allzu häufig erscheinen, sind die Stützen des Vertriebssystems. Allerdings haben wir auch festgestellt: der Einzelhandelt tickt nicht so. Der Umsatz

Schlagworte

Pressehandel

Themengebiete

Handel und Absatzwege