Kundenbindung mit ‚Post vom Verleger‘

Kundenbindung

Verleger der Walsroder Zeitung versendet Abonnenten-Newsletter

um Gefühl zu erzeugen, „dass sie etwas Gutes tun“

Der Geschäftsführer der Walsroder Zeitung verschickt an seine Abonnenten monatlich den Newsletter ‚Post vom Verleger‘. Der soll bei den Lesern das Gefühl erzeugen, „dass sie mit ihrem Abo nicht nur eine Gebühr entrichten, sondern dass sie etwas Sinnvolles und Gutes tun, indem sie in lokalen Journalismus investieren. Sie sollen sich als Teil unseres Verlagshauses fühlen“, sagt Verleger und Geschäftsführer Kai Röhrbein.

Newsletter scheint sehr beliebt zu sein

Der Newsletter wird seit März mehr oder weniger exklusiv an die bezahlenden Abonnenten versendet. Die wurden vorher nicht gefragt, weswegen es nicht verwundert, dass ‚Post vom Verleger‘ mit 4.000 Empfängern der mit Abstand der größte Newsletter der Zeitung ist (bei tagesdurchschnittlich rund 10.000 Verkäufen). Es sei aber auch der Newsletter mit den besten Öffnungs- und Klickraten sagt Kai Röhrbein gegenüber pv digest.

Er ist überzeugt davon, dass diese Form der Kommunikation dazu beiträgt, die Abonnenten besser an die Zeitung zu binden. Messen lasse sich das in der kurzen Zeit, seit der es den Newsletter erst gibt nicht. „Das Bauchgefühl sagt mir aber, dass die zwei Stunden, die ich pro Monat dafür aufwende, sinnvoll investierte Zeit sind“.

Verleger thematisiert auch viele redaktionelle Fragestellungen

Feste Themen für den Newsletter gibt es nicht. Kai Röhrbein schreibt darüber, was ihn bewegt. Das sind bisher auch viele redaktionelle Herausforderungen: wie belastend Unfallberichterstattung für die Reporter sein kann, wie wichtig und schwierig die Auswahl der Themen für die tägliche Ausgaben ist, wie sich die Zeitung im Fall eines hoch emotionalisierten Bürgerentscheids verhalten soll, in dem sie zwar eine klare Position vertritt, aber dennoch alle Seiten angemessen berücksichtigen will. Auch das Duzen der Leser spricht er an. Das findet er persönlich nicht gut. Aber sein Newsletter-Dienstleister (Revue) ermöglicht im Rahmen des Newslettermanagements bisher kein ‚Sie‘.

Expertentipp: Leser sollen sich als ‚Teil von etwas‘ fühlen

Die Idee zu ‚Post vom Verleger‘ hat der amerikanische Berater Dan Oshinsky gegeben. Dessen Motto: ‚Geben Sie den Lesern das Gefühl, Teil von etwas zu sein‘.

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